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Der Silbergroschen : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Magazin erſtiegen und den Dachſtuhl in Brand ge⸗

ſetzt. Ergeben wir uns auf Gnade und Ungnade. Halten können wir uns jetzt keine fünf Minuten mehr!

So fallen wir, aber fechtend und mit Ehren, entgegnete Benjamin mit Energie.Ich ergebe mich nicht! Muth, ihr braven Leute! Kämpfen wir bis zum letzten Athemzuge!

Seine Anrede hatte den gewünſchten Erfolg. Die wackeren Arbeiter luden von Neuem ihre Gewehre und ſchoſſen ſie auf die Stürmenden ab, welche beim hellen Scheine des Feuers ihre Angriffe verdoppelten, und immer hitziger die Leitern empor ſtürmten. Viele wurden zwar mit Kolbenſchlägen zurückgetrieben, aber Andere drangen vor trotz der verzweifeltſten Gegen⸗ wehr Benjamins, und ſchon ſprangen Einzelne durch

ddie Fenſter in das Innere herein, um auch den letzten Widerſtand zu überwältigen, da auf einmal hörte man das Raſſeln von Trommeln ganz in der Nähe der Fabrik erſchallen, und der laute Ruf:Soldaten kommen! verbreiteten einen paniſchen Schrecken unter den Angreifenden, während er die Herzen Benjamins und ſeiner treuen Anhänger mit Entzücken erfüllte. Gerettet! rief Benjamin freudetrunken aus. Dem Himmel ſei Dank, daß er uns dieſe Hülfe ſchickt

in der größten Gefahr!

Mit frohem Jubel wurden die Soldaten von den treuen Arbeitern begrüßt. Sie erwiederten das laute Freudengeſchrei mit einem donnerndenHurrah! und dann fegten ſie mit ihren Bajonetten die räuberiſchen Banden wie Spreu auseinander. Im Nu waren ſie. nach allen Richtungen hin im Dunkel der Nacht ver⸗