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Der Silbergroschen : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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jener Verblendeten. Gebt Feuer, Leute! Trautmann, Feuer auf die Wahnſinnigen am Gitterthore!

Zwölf bis fünfzehn Schüſſe donnerten zu gleicher Zeit auf den wüthenden Haufen in die Nacht hinaus, und unmittelbar darauf ertönte das Schmerzensgeſchrei mehrerer Verwundeten von verſchiedenen Seiten, das aber augenblicklich durch ein gellendes Wuthgebrüll der Maſſen übertönt wurde. Die Männer am Thore waren aber zurückgewichen, wenigſtens war der Schall der dröhnenden Hammerſchläge gänzlich verſtummt.

Dagegen ſtürmte jetzt die angreifende Bande ge⸗ gen alle Fenſter heran. Sie waren mit Leitern ver⸗ ſehen, auf denen ſie keck emporklimmten, um in das Innere der Gebäude zu gelangen. Zehnmal wurden ſie zurückgeworfen, zehnmal kehrten ſie mit neuer Wuth zum Angriffe zurück. Die Belagerten wehrten ſich mit verzweifelter Anſtrengung; aber die Hälfte von ihnen war nach ein paar heißer Stunden bereits kampfunfähig gemacht, und Benjamin ſelbſt blutete aus ein paar leichten Fleiſchwunden, die grade nicht

gefährlich waren, aber doch dazu beitrugen, ſeinen Muth niederzubeugen. Gleichwohl focht er mit An⸗ ſtrengung weiter, und ſeine Stimme feuerte auch ie noch übrige Mannſchaft zum Widerſtande an.

Da auf einmal verbreitete ſich ein heller Feuer⸗ ſchein vom Dache des Magazines her über den ganzen Schauplatz des Kampfes. Die Stürmenden begrüßten ihn mit lautem Jubel; die Belagerten mit Entſetzen und Schrecken.

Wir ſind verloren, Herr Mittaſch, ſagte der alte Trautmann betrübt und niedergeſchlagen.Die Schurken haben jedenfalls auf langen Leitern das

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