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Der Silbergroschen : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Sollten ſich die Burſche eines Beſſeren beſonnen

haben, und wieder umgekehrt ſein?* flüſterte Benjamin dn alten Trautmann zu, der neben ihm am Fenſter ſtand. Das glaube ich nicht, verſetzte dieſer.Wahr⸗ ſcheinlich haben ſie nur Halt gemacht, um einen An⸗ griffsplan zu berathen. Ich denke mir, ſie haben ſich eingebildet, daß ſie hier Alles im tiefſten Schlafe überraſchen würden, und nun ſind ſie ſtutzig geworden, weil ſie gemerkt haben werden, daß wir auf unſerer Hut ſind. Ablaſſen aber werden ſie deshalb von ihrem Vorhaben nicht.

Ich höre ein dumpfes Geräuſch, ſagte Einer von den Arbeitern.Wenn mich nicht Alles trügt, ſo kommen ſie.

Ja, ja, ſie ſind es, ſtimmte Benjamin bei, als er einige Augenblicke gehorcht hatte.Schnell alle Lichter ausgelöſcht bis auf Eines, und auch dieſes in einem Winkel zugedeckt, damit uns die Halunken von außen nicht ſehen können.

Im Nu war auch dieſer ſehr nothwendige Befehl befolgt, und nun harrten die Leute, mit pochendem Herzen, der Dinge, die da kommen würden. Jeder hielt ſeine Flinte, Büchſe oder Piſtole zum Schießen fertig, obgleich ihnen Benjamin noch einmal einſchärfte, auf keinen Fall abzudrücken, bevor er nicht den Befehl dazu ertheilen würde.

Noch ein Weilchen blieb es draußen ziemlich ruhig; dann aber vernahm man plötzlich ein lautes Gebrüll aus hundert Kehlen, und das Klirren und Schmettern ſchwerer Aexte gegen das eiſerne Hauptthor des Hof⸗

gitters. 6 2