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Der Silbergroschen : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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und ſo jagte er denn im Galopp weiter, um nur ſo bald als möglich wieder in der Fabrik anzukommen.

Sein braves Pferd hielt aus, und Benjamin konnte kaum noch eine Viertelſtunde von der Fabrik entfernt ſein, als er, ein kleines Gehölz durchreitend, ein Ge⸗ murmel vieler Stimmen und das dumpfe Stampfen zahlreicher Fußtritte vernahm. Augenblicklich hielt er ſein Pferd an, und horchte mit Spannung in die Nacht hinaus. Seine erſte Vermuthung, daß er einen Haufen aufrühriſchen und blutdürſtigen Pöbels einge⸗ holt habe, beſtätigte ſich, denn er konnte in der Stille der Nacht deutlich hören, wie eine rauhe Stimme ſagte:

Jetzt haben wir kaum noch eine Viertelſtunde bis zur Fabrik! Wenn wir das Wäldchen hinter uns haben, müſſen wir uns links wenden. Nur dreiſt voran, Leute! In einer Viertelſtunde klimpern die harten Thaler des alten Haller in unſeren Taſchen, heißt das, wenn ihr Courage habt.

Daran fehlt's nicht, verſetzte eine andere Stimme. Aber der Mittaſch, der Teufelskerl, wird uns wohl zu ſchaffen machen, ehe wir in die Fabrik hinein kom⸗ men!

Fürchte dich vor dem nicht, erwiederte die erſte Stimme mit höhniſchem Lachen,der junge Burſche muß Lunte gerochen haben, und er iſt ausgekniffen, weil er für ſeine Haut gefürchtet hat. Mit meinen eigenen Augen habe ich ihn gegen Abend wie beſeſſen

davon reiten ſehen!.

Dann iſt Alles recht, ſagte die zweite Stimme. Mit dem alten Haller und ſeinen paar Fabrikarbei⸗ tern werden wir bald fertig werden. Vorwärts alſo!