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ren Leben entſchlummert zu ſein; wenigſtens lag auf ſeinen Geſichtszügen der Ausdruck einer friedlichen, faſt heiteren Ruhe, die er im Leben ſchon längſt nicht mehr gekannt hatte.
Benjamin beweinte ſeinen Vater mit heißen und aufrichtig gemeinten, ſchmerzlichen Thränen. Weinend ſaß er an dem Sterbelager, weinend begleitete er die erkaltete Hülle des Vaters auf dem letzten Gange nach dem Kirchhofe, weinend warf er ein paar Hände voll Erde auf den Sarg in die Gruft.
Als die Begräbnißfeierlichkeit zu Ende war, nahm der Herr Pfarrer den armen Benjamin bei der Hand, und lud ihn ein, mit ihm zu gehen. Der Knabe ge⸗ horchte ſchweigend, und folgte dem geiſtlichen Herrn auf ſeine Studierſtube.
„Setze dich,“ ſagte dieſer hier zu ihm,— und nun laß mich hören, ob du ſchon an deine Zukunft gedacht haſt, und dann, wie du in der Folge dein Leben ein⸗ richten willſt?“
„Oh ja, Herr Pfarrer,“ verſetzte Benjamin ſo⸗ gleich.„Jetzt, wo mein armer Vater todt iſt, und ich nicht mehr für ihn zu ſorgen brauche, jetzt will ich nicht mehr wie früher betteln gehen, ſondern mir durch meiner Hände Arbeit mein tägliches Brod zu verdienen ſuchen. Es wird mir nicht ſchwer werden, Herr Pfarrer, denn ich bin einfach gewöhnt und brauche nur ein Geringes zu meinem Lebens⸗Unterhalt.“
„Das iſt recht, und ich lobe es, daß du das Va⸗ gabondiren und Betteln aufgeben willſt,“ ſprach der Herr Pfarrer.„Es hat mir nie gefallen, daß du als Landſtreicher deine Tage hingebracht haſt.“
„Aber ich konnte ja nichts Anderes thun, als bet⸗


