ſetzte der geiſtliche Herr.„Gehe denn in Frieden,
teln,“ verſetzte Benjamin einfach.„Ich mußte doch für meinen hülfloſen Vater ſorgen. Wenn er geſund geweſen wäre, hätte ich mich ſchon längſt als Arbei⸗ ter oder Taglöhner verdingt.“
„Ja, ja, nun verſtehe ich dich, mein Sohn, und freue mich deßhalb doppelt, daß ich dir eine, hoffent⸗ lich willkommene, Nachricht mittheilen kann,“ ſagte der Pfarrer.„Kennſt du den alten Waldhüter Knorring, der drüben im Gebirge die großen Forſten des Herrn Grafen von Haldenbruck beaufſichtigt?“
„O ja, den kenn' ich recht gut,“ verſetzte Benja⸗ min.„Sehr oft ſchon habe ich ihn beſucht, und habe mit ihm vor ſeiner Hütte geſeſſen und ſein Mittags⸗ brod getheilt. Ich dachte ſchon daran, daß ich ihn aufſuchen und um Arbeit bitten wollte, denn ich weiß, daß es gerade jetzt viel zu thun gibt drüben im Walde wegen der neuen Forſt⸗Kulturen.“
„So, ſol das trifft ſich ja prächtig,“ ſagte der Herr Pfarrer.„Der alte Knorring war nämlich ge⸗ ſtern bei mir, und bat mich, dir mitzutheilen, daß er dich in ſeiner Holzhütte erwartet. Er wäre ſelbſt zu dir gekommen, aber er wollte dich nicht ſtören in der Trauer um deinen Vater. Nun denn, ſo kann ich alſo jetzt unbeſorgt ſein deinetwegen, denn der alte Knorring iſt mir als ein Ehrenmann ſchon ſeit vielen Jahren bekannt. In ſeiner Hut und in ſeinem Schutze wirſt du wohl aufgehoben ſein, Benjamin.“
„Ja daran zweifle ich nicht, Herr Pfarrer,“ erwie⸗
derte Benjamin.„Gleich morgen werde ich mich auf⸗
machen und zu ihm gehen.“ „Du wirſt wohl daran thun, mein Sohn,“ ver⸗


