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„Nun, ſo werde ich thun, was jene nichtsnutzigen Halunken verſäumten,“ ſprach der Knabe hochmüthig. „Packe dich fort! Auf der Stelle,— oder meine Hunde ſollen dir flinke Beine machen.“
Benjamin zögerte, dem rauhen Befehle ſofort Ge⸗ horſam zu leiſten. Er hoffte vielleicht, durch eine abermalige demüthige Bitte den ſtolzen, herriſchen Uebermuth des Junkers zur Milde herabzuſtimmen, ſah ſich aber ſogleich ſehr unangenehm getäuſcht.
„Du willſt wohl gar nicht pariren!“ rief der Jun⸗ ker.„Warte, ich will dich auf den Weg bringen. Hetz, Caro! Faß ihn, Simſon! Juno, beiß! Hetz! Hetz!“
Gleich wüthenden Ungethümen, heulend und bel⸗ lend, ſprangen die Hunde mit glühenden Augen und weit aufgeriſſenem Rachen auf Benjamin los, und würden ihn vielleicht in wenigen Augenblicken nieder⸗ geriſſen und mit ihrem ſcharfen Gebiß übel zugerich⸗ tet haben, wenn ihm nicht noch zu rechter Zeit ein barmherziges Weſen zu Hülfe gekommen wäre. Die Geſtalt eines kleinen Mädchens von vielleicht zehn Jahren, in weißem Kleide, mit blauen Bändern ge⸗ ſchmückt, warf ſich zwiſchen Benjamin und die auf ihn losſtürzenden Hunde, und ſcheuchte die Letzteren, laut und drohend ihre ſilberne Stimme erhebend, zurück.*
„Pfui, Hans,“ wandte ſie ſich dann zu dem Jun⸗ ker,„ſchämſt du dich nicht, auf einen armen Knaben, der dir nie etwas zu Leide gethan hat, deine wilden Hunde zu hetzen? Du biſt doch wirklich ein abſcheu⸗ licher Menſch, und ich werde es dem Vater ſagen, wie grauſam und gefühllos du eben gehandelt und dich
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