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Der Silbergroschen : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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dert, und er konnte nicht n, ob ſich nicht auch die Gemüthsart Herrn Hallen ändert hatte.

Unten im Hauſe lag Comptoir und die übri⸗ gen Geſchäftsräume, vom Flur nur durch eine Glas⸗ thüre getrennt. Benjamin guckte durch die blanken Fenſterſcheiben hinein, fand aber Niemanden darin. Comptoir und Magazin waren wie ganz verlaſſen, und als der Knabe die Thür zu öffnen verſuchte, fand er ſie verſchloſſen.

Ein ſchlimmes Zeichen! die Geſchäfte mußten wohl ganz darnieder liegen, da man die ſonſt von Leuten wimmelnden Geſchäftsräume ganz und gar nicht mehr zu benutzen ſchien.

Benjamin ſchaute ſich ſchüchtern nach allen Seiten um. Ueberall herrſchte Stille und tiefes Schweigen; nirgends war ein Menſch zu ſehen, der ihn hätte zu⸗ recht weiſen können. Die Hinterthür des ſchönen, geräumigen Hauſes ſtand offen. Benjamin konnte durch dieſelbe in den großen, parkartigen Garten bli⸗ cken, in deſſen ſchattigen Laubgängen Herr Haller gern einen Spaziergang zu machen pflegte. Der Knabe wußte das, denn manchmals ſchon hatte er ihn hier aufgeſucht. Darum durchſpähte er mit verſchärfter Aufmerkſamkeit die dunkeln Alleen, und da ſchien es ihm, als ob er wirklich im Hintergrunde eines dicht überwachſenen Buchen⸗Weges eine männliche Geſtalt auf und ab ſchreiten ſähe. Ganz genau konnte er es

aber, der dunkeln Baumſchatten wegen, nicht erken⸗

nen, und trat deßhalb ſchüchtern näher.

Er ging über den Hof, fand die Gartenthüre of⸗ fen, und faßte ſich ein Herz, durch ſie in den Garten zu treten. Bald erkannte er nun, daß wirklich ein