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Der Silbergroschen : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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wenn nicht noch ſchwerer, 3 ter, und wenn er Allen he wollte und könnte, die ſeine Hülfe in Anſpruch en, ſo müßte er die Schätze eines Königs beſitzen. Trotzdem will ich dich nicht abſchrecken, zu ihm zu gehen. Was er auch thun oder nicht thun mag, jedenfalls wird er nicht hart und barſch gegen dich ſein.

So will ich denn gehen, Vater, und zwar ſo⸗ gleich, ſagte Benjamin.Es iſt ein weiter Weg bis in die Stadt, und wenn ich vor Abends wieder bei dir ſein ſoll, ſo muß ich mich ſputen.

Der Vater umarmte ihn, und ließ ihn dann ziehen.

Frohgemuth trabte Benjamin ſeines Weges, ob⸗ gleich die Sonne ſehr heiß ſchien und er weder Kopf⸗ noch Fußbekleidung hatte. War er doch ſchon längſt daran gewöhnt, baarhäuptig und barfüßig zu laufen, ſo daß er weder die glühenden Sonnenſtrahlen noch die ſpitzen Kieſel des Fußpfades zu fürchten brauchte.

Nach zwei Stunden langte er in der Fabrikſtadt an, wo Herr Haller ein großes, prächtiges Haus be⸗ wohnte, und trat ohne Schüchternheit durch die Thür in daſſelbe ein. Er wußte ſchon Beſcheid da, denn ſehr oft ſchon war er in früheren, beſſeren Zeiten dort geweſen, um die Leinwand⸗Stiegen abzuliefern, die ſein Vater im Auftrage des Herrn Haller gewebt hatte, und um den Arbeitslohn dafür in Empfang zu nehmen.

Dieſes Mal freilich kam er nur mit leeren Hän⸗ den und mit einigermaßen ſchwerem Herzen. Wohl hatte er ſchon oft die Bemerkung machen können, daß der reiche Fabrikant ein freundlicher, wohlwollender Herr war; aber, die Zeiten hatten ſich ſeitdem geän⸗

auf dem armen Arbei⸗