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Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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mit ſtiller Freude die milde Frühlingsluft, freute ſich an dem Zwitſchern und Singen der Vögel, und ſog den Duft der Veilchen ein, welche die gute alte Chriſtine an der Gartenhecke gepflückt und ihrem lieben Herrn gebracht hatte, der ſie ja nicht ſelber mehr ſuchen und pflücken konnte. Neben ihm auf der Bank ſaß ein al⸗ ter, wohlbekannter Freund, unſer braver Pepperle, der Scheerenſchleifer, der auf ſeiner jährlichen Wanderung wieder einmal in die Nähe des Dorfes gekommen und bei dem Pflegevater ſeines jungen Freundes Alli ein⸗ geſprochen war, um ein Wörtchen mit ihm zu plaudern und ihm von Alli und deſſen weitreichenden Plänen zu erzählen. Pfarrer Robin und Pepperle waren ſchnell gute Freunde geworden, und jetzt ſaßen ſie ſo vertrau⸗ lich neben einander, als ob ſie ſich ſeit vielen, vielen Jahren ſchon gekannt hätten. Das machte aber, weil ſie Beide den Alli ſo gar lieb hatten, ſo recht von Herzensgrunde lieb.

Jetzt kam nun auch noch die alte Chriſtine zu den Beiden, gerade wie ſie wieder einmal von Alli zu ſpre⸗ chen anfingen, und natürlicherweiſe miſchte ſie ſich auch mit in's Geſpräch.

Ach ja, du lieber Gott, wo mag er jetzt ſein, un⸗ ſer Alli!« ſagte ſie mit einem Seufzer.Vielleicht ſchon mitten auf dem Meere, wo die großen Wallfiſche und Hayfiſche herum ſchwimmen!

Wo er auch ſein mag, mein guter Alli, auf Got⸗ tes Wegen geht er gewiß!« ſprach Pfarrer Robin.

Und ſicherlich, der liebe Gott wird ihn auch behü⸗ ten und die Hand über ihn breiten, ſagte Pepperle,

Barmherzigkeit. 8