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„Wildenſtein, Vater! Aber das wird viel Geld koſten!“
„Geld, mein Kind? Ach, mein Gott, er ſpricht von Geld, Tali,“ erwiederte der Oherſt lächelnd.„Aber weißt du denn nicht, daß ich reich bin, daß mein Fürſt mich mit Schätzen überſchüttet hat? Freilich, auch ich achtete den Reichthum nicht, als mein Herz noch arm an Liebe war, und mit Freuden hätte ich alle meine Schätze für eine Nachricht von dir und der Mutter hingegeben. Aber jetzt freue ich mich, daß ich nicht mit leeren Händen komme, da es dir und deinem Pfle⸗ gevater zum Segen gereichen kann. Laß uns ohne Zö⸗ gern zu ihm eilen!«
»„Aber, du vergißt, Vater,— er iſt blind— auf dem Dorfe gibt es keine Aerzte...«
»Das iſt wahr,“ ſagte der Oberſt.„Indeß, wenn keine da ſind, können wir ja einen mitnehmen. Nicht wahr, Tali?«
„Ich es denke wohl, Sirrah,« erwiederte der Las⸗ kar.„Mit Geld man viel kann machen. Sprechen Sirrah mit junger Doktor, vielleicht er geht mit. Sehr guter Mann, ſagt Sirrah Alli!«
„Wahrhaftig, Tali, das iſt ein trefflicher Einfall von dir!“ rief der Oberſt vergnügt.„Schnell hin zu ihm! Du weißt doch ſeine Wohnung, Alli? Geſchwind laß anſpannen, Tali!«
Der Laskar verſchwand, und wenige Minuten nach⸗ her fuhr eine prächtige Karoſſe vor das Haus. Der Dberſt, Alli und Tali ſtiegen ein, und der Wagen raſ⸗ ſelte davon.
In ſeiner Wohnung fanden ſie den Doktor nicht, aber in der Blinden⸗Heilanſtalt. Er machte große Au⸗


