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Orten und Enden Deutſchlands Nachforſchungen an⸗ ſtellen möchten, und die Elenden behielten das Geld, ohne ſich um die Verſchwundenen zu bekümmern. Zu ſpät gingen mir die Augen auf, als die Nachricht kam, daß die Betrüger Bankerott gemacht und ſich durch die Flucht der Beſtrafung entzogen hätten. Nun erſt ſchöpfte ich Verdacht, und da um dieſelbe Zeit mein indiſcher Fürſt geſtorben war, ſo daß mich nichts mehr im In⸗ dien feſthielt, raffte ich meine ganze Habe zuſammen und ſegelte mit meinem treuen Tali nach Europa zu⸗ rück. Was ich hier für Schritte that, Euch, dich und die arme gute Mutter aufzufinden, weißt du. Aber alle meine Nachforſchungen blieben umſonſt. Die alten Hamburger Zeitungen nachzuſehen, daran dachte ich nicht; und, jede Hoffnung ſchwinden laſſend, war ich ſchon entſchloſſen, mit trauervollem Herzen wieder nach Indien, meiner zweiten Heimath, zu gehen, als Gott dich, mein Alli, noch zu rechter Zeit in meine Arme führte. Ach, wahrlich, wahrlich, eine wunderbare Schickung war es. Doch freilich, Gottes Wege ſind ja immer die Wege der Weisheit und Güte! Aber jetzt laß hoͤren, Alli, was beginnen wir nun, um deinem wackeren, frommen, guten Pflegevater zu helfen?« „Du weißt ja, Vater, er wird kommen,“ antwor⸗ tete Alli.„Wir müſſen auf ſeine Ankunft warten, da⸗ mit er hier von ſeiner Blindheit geheilt werde.“ „Nein, nein, das dauert mir Alles zu lange,“ ſagte Oberſt Brander.„Ich ſehne mich danach, ihn in meine Arme zu ſchließen! Und nicht minder ſehne ich mich danach, an dem Grabe meiner armen Frau zu beten. Was meinſt du, Alii, ſollten wir nicht lieber nach dem
Dorfe eilen? Wie heißt es doch?“


