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Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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wäre gefunden, und er könne ihm viel erzählen von

ſeiner Mutter! Komm, komm!

Tali zögerte noch.Alles gut!« erwiederte er. Werden ſehen! Hören ich erſt aber, was junger Sir⸗ rah weiß von ſeiner Mutter. Dann gehen.

Oh Gott, Tali, bringe mich nicht zur Verzweif⸗ lung, rief Alli aus, den er mit Ungeſtüm vorwärts drängte.»Laß uns gehen! Ich will dir verſprechen, nicht mit dir zugleich bei meinem Vater einzutreten. Bereite ihn erſt vor. Nenne ihm meinen Namen, ſage ihm, daß ich in ſeiner Heimath geweſen ſei, und was ich dort gehört und dir erzählt habe, und endlich, gib ihm dieß kleine Meſſer! Vielleicht erkennt er's wieder, denn es gehörte einſt meiner armen Mutter, und wurde nach ihrem Tode bei ihr gefunden. Oder gib ihm auch nur das Meſſer, und höre, was er ſagt. Ich will ja gern warten, bis er ſelber mich ſehen will.

Ach, gut, ſehr gut!« antwortete Tali.»Kleines Meſſer iſt viel werth! Wollen ſehen! Kommen denn Sie, junger Sirrah!

Mit klopfendem Herzen folgte Alli dem Laskaren zu dem Hauſe, welches der Herr deſſelben bewohnte. Tali führte ihn in ein prachtvolles Vorzimmer, und er ſelbſt öffnete eine Flügelthüre, durch welche er in ein nebenan gelegenes Gemach eintrat. Alli's Herz ſchien ſpringen zu wollen, ſo heftig klopfte es gegen ſeine Bruſt. Ohne einen Blick auf ſeine Umgebungen zu werfen, heftete er ſein ſtarres Auge nur allein auf die Thür, durch welche Tali verſchwunden war. Ein letz⸗ ter Zweifel kämpfte noch mächtig gegen die Hoffnungen an, die ſein Gemüth beſtürmten. Noch wußte er ja nicht, ob jener Brander wirklich ſein Vater war. Aller⸗