trachtete ihn mit beſorgten Blicken, denn er glaubte
wirklich, daß der junge Sirrah den Verſtand verloren
habe, ein Irrthum, der ihm indeß bald wieder genom⸗
men werden ſollte. Alli beruhigte allmälig ſein tief⸗
fhütte aufgeregtes Gemüth und reichte Tali ſeine and.
„Dank!« ſagte er,„Dank für alles Gute, was du mir mitgetheilt haſt, Tali! Du ſiehſt, ich bin ſehr Kctich darüber, oh, der glücklichſte Menſch auf der
elt.«
„Junger Sirrah glücklich, und doch weinen?“ entk⸗ gegnete Tali.„Wie zu erklären das?«
„Alles ſoll dir erklärt werden, Tali! Ahnſt du denn nicht, welche ſelige Hoffnung mein Herz ſchwellt? Komm, laß uns zu deinem Herrn gehen! Ja, jetzt muß ich ihn ſehen und ſprechen, denn wenn nicht Alles mich täuſcht, Tali, ſo habe ich gefunden, was ich ſo lange ſuchte, habe ich meinen Vater gefunden!“
Jetzt war die Reihe an Tali, dem Eindrucke der mächtigſten Ueberraſchung zu erliegen.
„Was ſagen Sirrah?“ rief er aus.„Wie möglich das? Wir glauben, Alle todt, und nun lebendig? Das ſehr großes Glück wäre für meinen Sirrah, der voll Traurigkeit iſt. Aber wie beweiſen das, Sirrah? Wenn nun Irrthum? Wenn Täuſchung iſt Alles? Dann die Traurigkeit noch viel mehr groß!«
„Oh, ich fürchte keinen Irrthum, keine Täuſchung,“ entgegnete Alli.„Führe mich nur zu ihm! Begreife doch, Tali! Um ihn aufzuſuchen, wollte ich fort nach Indien, aber Gott duldete es nicht, weil ich ihn hier
finden ſollte. Komm, Tali! Sage deinem Sirrah, Allt


