einem indiſchen Fürſten gegen räuberiſche Mahratten Beiſtand leiſtete?«
„Ja doch, Sirrah! Woher Sie wiſſen das?«
„Derſelbe,« fuhr Alli zitternd vor Aufregung fort, „der in die Dienſte dieſes Fürſten trat?«
„Ja, ja, woher wiſſen das Sirrah?“
„Derſelbe,“ ſprach Alli, faſt überwältigt von ſeinen Gefühlen, weiter,—„derſelbe, der erſt vorigen Som⸗ mer ſeine Heimath aufſuchte, um nach Weib und Kind zu forſchen, der die treue Sophie, die frühere Dienerin des Hauſes, zu ſich kommen ließ, um ſie zu befragen? Der aber endlich unverrichteter Sache wieder abreiſen mußte, ohne ſeine Angehörigen gefunden zu haben? Derſelbe, Tali?«
„Derſelbe! Ja! Mein Sirrah!“ erwiederte Tali, immer mehr in Verwunderung geſetzt.„Doch wie weiß junger Sirrah das Alles ſo gut?«
Alli gab keine Antwort. Er taumelte gegen ſeinen Karren, auf den er ſich ſtützen mußte, um nicht nieder zu ſinken.„Oh, mein Gott, mein Gott!« ſtammelte er, „darum alſo wollteſt du nicht, daß ich in das ferne Land hinüber fuhr! Darum ſandteſt du mir dieſe Widerwärtigkeiten! Darum vereitelteſt du meine Hoff⸗ nungen, um mein Herz mit der ſüßeſten Gewißheit zu begluͤcken! Oh, mein Gott, mein Vater im Himmel, wie ſoll ich beten zu dir, um dir zu danken Und ich Kurzſichtiger, ich klagte, ich murrte, ich weinte, wo ich dir Preis und Dank auf den Knien im Staube hätte darbringen ſollen! Oh, verzeihe mir, du Urquell aller Gnade und Barmherzigkeit, verzeihe mir!«
Seine Stimme erſtickte in Thränen, und Minuten vergingen, ehe er ſich wieder faſſen konnte. Tali be⸗


