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Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
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als Paſſagiergeld gefordert hatte, und er konnte ihm den Karren als ein Pfand bieten, das er ſpäter bezah⸗ len würde. Wenn er dagegen mit leeren Händen kam, dann hatte er auch nicht die geringſte Ausſicht, ſeinen Zweck zu erreichen, denn der Kapitän wies ihn gewiß ohne Barmherzigkeit zurück. Darum wich Alli nicht von der Stelle, ſondern bot furchtlos dem Zorne des Hauswirthes Trotz.

Ich muß den Karren haben, und ohne ihn weiche ich nicht von der Stelle! ſagte er mit verzweifelter Entſchloſſenheit.Blicken Sie mich nicht mit ſo grim⸗ migen Augen an, Herr Wirth! Ich kann es vor Gott und Menſchen beſchwören, und den heiligſten Eid dar⸗ auf ablegen, daß ich in Ihrem Hauſe beſtohlen worden bin, und darum ſo will ich wenigſtens meinen Karren heraus haben. Ich bitte Sie, Zerr Wirth, auf mei⸗ nen Knien bitte ich Sie, geben Sie mir wenigſtens mei⸗ nen Karren wieder. 4

Daß ich ein Narr wäre, entgegnete barſch der Wirth, und wendete Alli den Rücken zu.Erſt Geld, dann den Karren!

Alli weinte und ſchluchzte, daß es zum Erbarmen war, und kein gutes Herz den armen Jungen ohne Mitleiden ſehen konnte. Zum Glück befand ſich ein Mann mit ſolch einem Herzen in der Stube.

Herr Wirth, ſagte eine rauhe Stimme,auf ein Wort.

Der Wirth drehte ſich um und ſtand einem rauhen, alten Matroſen gegenüber, der bei einem Glaſe Grog

mit ruhiger Aufmerkſamkeit den ganzen Vorgang beob⸗

achtet hatte. Es war nur ein gemeiner Mann in gro⸗

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