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ber Matroſenjacke, aber unter der groben Jacke ſchlug ein warmes, theilnehmendes Herz.
„Was wollt Ihr?“ rief ihn der Wirth an.
„Ich will wiſſen, was Euch der arme Junge da ſchuldig iſt,“ antwortete der Matroſe mit rauher Stimme und kurz angebundenem, entſchiedenem Weſen.
„Fünf Mark und ſechs Schilling!“ entgegnete der Wirth mürriſch.„Habt es ja gehort. Wieder einmal Geld, um das ich betrogen werde!“
»„Still da, Mann!« ſagte barſch der Matroſe.„Von Betrug iſt hier keine Rede! Das ſieht ja ein Jeder, daß der arme Junge da die Wahrheit ſpricht, ein Je⸗ der, ſag' ich, der ſich nur ein bischen auf Menſchen⸗ natur verſteht. Der Junge iſt beſtohlen, das iſt die Wahrheit, und weder Ihr, noch ſonſt Jemand, ſoll mir das ausreden! Und nun um ſolche Lumperei, wie fünf Mark und ſechs Schilling, einen ſolchen Spektakel zu machen! Pfui, ſchämt Euch in die Seele hinein, Mann! Hier habt Ihr Euer Geld, und nun laßt mir den ar⸗ men Jungen ungeſchoren und gebt ihm auf der Stelle ſeinen Karren heraus. Macht fort, hier liegt das Geld!«
Mit Verachtung warf er die kleine Summe auf den Tiſch, trank ſein Glas aus, und machte Miene zu ge⸗ hen. Aber Alli ſtürzte auf ihn zu und drückte ſchluch⸗ zend die rauhe Hand des braven Matroſen an ſeine Lippen.
»Ach, närriſcher Junge, laß doch das!« ſagte der Matroſe gutmüthig.„Die paar Schillinge ſind ja der Rede nicht werth. Nimm deinen Karren in Empfang, und bewahre dein Geld künftig beſſer auf. In der Welt gibt's überall Spitzbuben, und da muß man ſich


