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lieber ſterben als Sie betruͤgen wuͤrde! Ich bin beſtoh⸗ len! Kommen und ſehen Sie ſelbſt! Nicht ein Heller von dem Gelde iſt mehr da!«
„Ja, ja, glaub' es wohl, nachdem du es auf die Seite gebracht haſt!“« ſagte der Wirth höhniſch.„Und nun kommſt du daher, und willſt mich vor allen Gäſten und Hausleuten der Spitzbüberei beſchuldigen, willſt mich an meinem ehrlichen Namen angreifen, willſt mein Haus in Verruf bringen! Ei, ſo ſoll doch gleich auf der Stelle... Packe dich, Burſche, oder du fliegſt aus dem Hauſe hinaus, ehe dir's lieb iſt!«
„Gut, ich gehe, ich gehe ſchon,« antwortete der arme Alli mit ſchluchzender Stimme.„Aber geben Sie mir wenigſtens meinen Karren heraus, Herr Wirth! Er iſt mein Letztes, und wenn ich ihn nicht hätte, dann müßte ich verhungern oder betteln gehen! Meinen Kar⸗ ren, Herr Wirth! Geben Sie mir wenigſtens meinen Karren, und ich will alles Andere vergeſſen und ſtill ſchweigen dann.“
„Du willſt ſtill ſchweigen, du willſt vergeſſen?« fuhr ihn der Wirth an.„Das iſt ja noch beſſer! Danke du Gott, wenn ich dich nicht auf die Polizei bringe, wo Burſchen deines Gelichters hingehören! Be⸗ zahle, was du mir ſchuldig biſt, und dann geh' mit deinem Karren meinetwegen zum Henker! Aber bevor ich mein Geld nicht habe, kommt mir der Karren nicht aus dem Hauſe! Das iſt mein letztes Wort!“
Alli, der arme Alli, rang verzweiflungsvoll die Hände. Wenn er den Karren bekam, durfte er viel⸗ leicht noch die Hoffnung hegen, daß Kapitän Schnei⸗ der ihm die Ueberfahrt geſtattete, denn der Karren war wohl mehr werth, als die kleine Summe, welche Jener
Barmherzigkeit. 7


