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Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
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ſtillen! Da, nimm und und laß es dir ſchmecken, während ich deiner Mutter beiſtehe! Ein wahres Glück, daß ich die paar Brödchen einſteckte! Aber Ihr, gute Frau, wie fühlt Ihr Euch?«

Oh, ich danke, ich danke!« erwiederte ſte.Fra⸗ gen Sie nicht nach mir! Nur der Kleine, mein Alli! Helfen Sie ihm erſt, lieber Herr!«

»Pah, dem iſt geholfen, er ſchmaust wacker, Ihr ſeht es ja, gute Frau,« entgegnete der junge Mann. Aber ich merke wohl, Ihr ſeid ſehr ſchwach, und krank wohl auch! Mein Gott, wie kommt es, daß ich Euch hier ſo verlaſſen und hülflos im Walde finde? Warum habt Ihr nicht das Dorf zu erreichen verſucht? Es iſt kaum noch eine halbe Stunde entfernt!«

»Ich konnte, konnte nicht weiter, antwortete die Arme, indem ſie von Neuem unter die alte Eiche nie⸗ derſank, die ihr vorhin ſchon zum Ruheſitze gedient hatte.Meine Kräfte verſagten, und ach, ach mein Gott, ich fühle, daß mein Ende nahe iſt. Gram und Kummer haben das Mark meiner Gebeine aufgezehrt! Oh, barmherziger Vater im Himmel, und was ſoll dann, dann aus meinem Kinde werden!«

Beruhigt Euch, gute Frau, beruhigt Euch, ſagte der junge Mann mit ſanfter Stimme und in tröſten⸗ dem, theilnehmenden Tone.Ihr ſeid krank, ich ſeh' es wohl, aber hoffen wir, daß es vorübergeht, wenn Ihr nur erſt ein wenig ausgeruht ſeid und Euch wie⸗ der erholt habt. Fühlt Ihr Euch kräftig genug, auf meinen Arm geſtützt, die kurze Strecke bis zu dem Dorfe zurückzulegen? Dort werdet Ihr Ruhe und Er⸗ quickung finden! Ich werde für Alles ſorgen, für Alles, bis Ihr wieder ganz hergeſtellt, und geſund und kräftig