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zwanzig Schritte weiter geeilt, als ein ſchwacher Klage⸗ ton ihn plöͤtzlich aufhorchen machte und an die Stelle feſſelte.
„Was gibt's hier?« fragte er laut.„Bedarf Je⸗ mand des Beiſtandes?“ 2
„Mutter! Mutter, wo biſt du?« rief die jammernde Stimme eines Kindes.„»Mutter, ich fürchte mich!«
„Großer Gott, ein Kind, und zu ſo ſpäter Stunde allein im Walde!“ murmelte der junge Mann, und näherte ſich raſch dem Orte, von wo die Klagelaute er⸗ tönten.„Ruhig, ruhig, armes Würmchen!“ ſprach er laut weiter.„Fuͤrchte dich nicht, ich bin da, ein Freund, ein guter Freund! Aber, mein Himmel, was iſt dieß?“
Er hatte in dieſem Augenblicke den lebloſen Körper der Frau entdeckt, und eilte, des Kindes vergeſſend, raſch darauf zu. Während er ſich bemühte, die Un⸗ glückliche aufzuheben, kam der kleine Knabe gelaufen und weinte laut.
„Still, ſtill, mein Kind,“ tröſtete der junge Mann den Kleinen,„deine Mutter wird ſich wieder erholen, und du mußt nur ein wenig Geduld haben. Sieh', da ſchlägt ſie ſchon die Augen auf! Armes Weib, wie blaß und elend ſie ausſieht! Fühlt Ihr Euch jetzt et⸗ was beſſer, gute Frau?«
„Mein Kind,“ antwortete ſie mit ſchwacher Stimme, —„wo iſt Alli, mein Knabe?«
„Hier, Mutter! Hier bin ich ja!“ erwiederte der Kleine, und ſchmiegte ſich an ſie.„Mich hungert ſchon wieder, Mutter! Ach, mich hungert ſo ſehr!«
„Armer Kleiner!“ nahm der junge Mann, der ſich ſo liebreich der Unglücklichen annahm, mitleidig das Wort—„deinen Hunger können wir, Gott ſei Dank,


