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Der Segen des Herrn macht reich ohne Mühe : Sprw. 10, 22 ; Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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wir nun Kleidungsſtücke herbeiſchaffen. Haben Sie nicht Jemand in der Nähe, den man einen Weg aus⸗ ſchicken kann?«

Oh gewiß, klingeln Sie nur, ſagte Erich.»Unſere treffliche Frau Günther wird uns augenblicklich einen Boten beſorgen.

Graf Saldern ging hinaus. Kaum eine halbe Stunde ſpäter kam ein Burſche mit einem mächtigen Packen Kleidungsſtücke anmarſchirt, und Saldern for⸗ derte Paul und Erich auf, ſich nach Belieben das Nöthige auszuſuchen. Erich zögerte und warf einen unſchlüſſigen Blick auf Paul. Saldern bemerkte es.

Die Sachen ſollen nicht von Pauls Gelde bezahlt werden, ſagte er lächelnd.Gewiß werdet Ihr Beide mir geſtatten, Euch wenigſtens den Schaden zu erſetzen, den Ihr durch mich erlitten habt.

Erich zauderte noch immer, aber Paul ſagte raſch: Saldern hat Recht! Ich fühle, daß ich an ſeiner Stelle eben ſo handeln und mich ſchwer beleidigt füh⸗ len wurde, wollte man meine gute Abſicht verkennen. Uebrigens wird Saldern auch bald einſehen, daß wir, obgleich arm, doch keine Schmarotzerpflanzen ſind. Zu⸗ gegriffen, Erich!

Erich überwand ſeine falſche Scham, und nahm mit frohem Herzen das Geſchenk an, was von einem dankbaren Herzen gegeben wurde. Raſch kleideten ſich nun die beiden Freunde an, und begaben ſich mit Saldern zu dem wackeren Meiſter Hellmuth, der keine kleinen Augen machte, als er auf einmal die geputzten Jünglinge in ſeine Stube treten ſah. Er hieß indeß

Alle, auch Saldern, herzlich willkommen, und war mit dieſem Letzteren bald eben ſo vertraut, als mit Erich