müſſen. Es plaudert ſich noch einmal ſo gut mitten im Grün der ſchönen Natur!«
„Alles gut und ſchön,« ſagte Paul—„aber Sie bedenken nicht, Freund, daß unſere Kleider von geſtern her noch klitſchnaß ſind.“
»Nun, ſo ziehen Sie andere an!“ erwiederte Graf Saldern lächelnd.
„Ja, wenn wir hätten!“ entgegnete Paul lachend. „Da ſiehſt du nun, Erich, wie gut es geweſen wäre, wenn du mir gefolgt hätteſt! Schon ſeit Wochen habe ich ihm zugeredet, daß wir uns einen neuen Anzug kaufen müßten, und nie wollte er darauf eingehen! Da haben wir's nun!“
„Freilich!“ ſagte Erich erröthend.„Wenn nur nicht das Beſte gefehlt hätte, nämlich Geld!«
„Ach, Thorheit!« rief Paul, und wendete ſich zu Saldern.„Sehen Sie, lieber neuer Freund, das iſt nun nichts wie der pure Eigenſinn von ihm Den ganzen Kaſten da haben wir voll Geld, und er iſt nur zu geizig, um etwas davon zu nehmen!“
Erich vertheidigte ſich gegen dieſe Anſchuldigung, und das Ende davon war, daß Graf Saldern auf's
Genaueſte von der Lage und den Verhältniſſen ſeiner
neuen Freunde unterrichtet wurde. Mit tiefem Ernſte hörte er auf die Erzählung von Pauls Schickſalen. Erſtaunt, verwundert, betroffen, und dann wieder froh⸗ herzig ſchaute er drein, und wußte manches wohlge⸗ meinte, tröſtende Wort an Paul zu richten.„Harren Sie aus in Geduld,“ ſagte er.„Die Hülfe Gottes iſt manchmal näher, als Sie denken. Bis ſie kommt, laſſen Sie uns treu zuſammenhalten i in Liebe und Freund⸗ ſchaft. Davon genug jetzt. Vor allen Dingen müſſen


