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Der Segen des Herrn macht reich ohne Mühe : Sprw. 10, 22 ; Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ihr Weg ſich ſchied, fragten ſie einander nach dem Namen. Der junge Fremde nannte ſich Graf Saldern. Als er zum letzten Male ſeinen Lebensrettern die Hände ſchüttelte, verſprach er, ſie am nächſten Morgen in aller Frühe zu beſuchen, und eilte dann raſch davon. Paul und Erich aber kehrten, ehe ſie nach Hauſe gin⸗ gen, noch einmal bei Meiſter Hellmuth ein, um dieſem von dem erlebten Abentheuer Kunde zu bringen.»Al⸗ les gut! ſagte er.Ihr ſeid wackere Jungen Beide aber nun packt Euch nach Hauſe und legt Euch zu Bett, damit Ihr nicht noch eine Erkältung davon tragt. Thee will ich Euch kochen und hinüber bringen. Marſch!

Lachend gingen Paul und Erich davon, um den empfangenen Rath, der allerdings gut und zweckmäßig war, pünktlich zu befolgen. Später kam Vater Hell⸗ muth mit einer mächtigen Theekanne anmarſchirt, und bei dieſem labenden Tranke wurde denn noch bis in die Nacht hinein erzählt und geplaudert. Vater Hell⸗ muth war ſehr neugierig auf die Bekanntſchaft des neuen Freundes, und Erich mußte ihm verſprechen, denſelben am nächſten Morgen hübſch ordentlich vorzu⸗ ſtellen. Erich ſagte es zu, und zufrieden ging Meiſter Hellmuth nach Hauſe.

Die Sonne ſchien bereits hell zum Fenſter herein,

als Paul und Erich von einem leiſen Klopfen an ihre Thur erwachten.Herein! rief Paul und herein trat Graf Saldern, der mit fröhlichem Angeſicht die Langeſchläfer begrüßte.

Aber nun auch auf! ſagte er.Der Morgen iſt

ſo ſchön, daß wir ihn nothwendig im Freien zubringen