lich, und Erich, ſonſt immer voll Muth, Standhaftigkeit und Ausdauer, fand in dieſem Falle keine Worte zum Widerſpruch. Vater Hellmuth allein verlor die Hoff⸗ nung nicht. Seine Rede war und blieb:»Nur Ge⸗
duld, Kinder! Harret aus in Trübſal und ſeid ge⸗
troſt! Der Herr wird Euch nicht verlaſſen noch ver⸗ ſäumen! Sein Segen wird über Euch kommen, wie † ein warmer Regenſchauer über die dürſtenden, verſeng⸗
ten Felder, die lange vergeblich warteten, daß die
Schleuſen des Himmels ſich öffneten. Nur nicht gezagt
— Gott wird es wohl machen, wenn die rechte Zeit
gekommen iſt!“
So ſprach er, während die Herzen ſeiner jungen* Freunde voll Sorge und Kleinmuth waren. Wenn er. auch nicht ganz die Abſicht erreichte, ſie zu erheben 1 und hoffnungsfrendig zu erhalten, ſo erreichte er doch wenigſtens ſo viel, daß ſie nicht gänzlich widerſtandlos ihrem Kummer ſich hingaben. Das Uebrige werde dann ſchon die Zeit thun, meinte der wackere Mann, und verließ ſich in ſicherem Vertrauen völlig auf Gott und die gute Sache.
Neuntes Kapitel. Der Segen des Herrn macht reich.
An einem ſchönen Sommerabende gingen Paul und Erich am Ufer der Saale entlang. Auf dem Wellen⸗
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