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einſchränken,“ ſagte er.„Anfänglich wird dir das freilich ſchwer fallen, mein guter Paul, aber mit der Zeit, wenn du die Leiden überſtanden haſt, wirſt du auch die Freuden der Dürftigkeit kennen lernen, über die du dereinſt mit deinen reichen Kameraden ſpotteteſt. dn wirſt dich überzeugen, daß ſie gar ſo übel nicht ſind.« 3
Paul erröthete und wollte nicht zugeben, daß die Summe unbenutzt liegen bliebe. Wie kannſt du ver⸗ langen, daß ich dich auch des Wenigen noch beraube, was du beſitzeſt,“ ſagte er.
„Was ich beſitze, verdanke ich dir,s entgegnete Erich.„Erinnere dich nur, wer mir das verlorene Sti⸗ pendium wieder verſchaffte. Doppelt freut es mich jetzt, da ich es mit dir theilen kann. Du ſiehſt, Paul, keine gute That bleibt am Ende ohne Lohn! Wäre damals deine freundliche Theilnahme an meinem Schickſale nicht geweſen, ſo würde es uns jetzt gewaltig knapp gehen. Aber ſo, mit jährlichem Hundert und fuͤnfzig ſind wir ja ſteinreiche Leute. Nur munter, Paul! Es wird ſchon gehen!“
Und es ging— wirklich, es ging ganz ordentlich! Freilich im Anfange kam es unſerem Paul, der von Jugend auf an Reichthum und Ueberfluß gewoͤhnt war, wunderſeltſam vor, wenn er zum Frühſtück und Abend⸗ eſſen oft nur ein Stück ſchwarzes Brod mit etwas Salz, anſtatt des vormaligen Bratens verzehren konnte, aber nicht lange, ſo hatte er ſich mit dieſer einfachen Koſt befreundet, als ob er von Kindheit an nichts Anderes gehabt hätte. Er lernte den Ueberfluß des Lebens mit Gleichmuth betrachten, und erklärte ſelbſt, daß er ſich, was ſeine körperliche Geſundheit anbeträfe,


