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Ihren Vater behandelt hat, und die Folge davon wird ſein, daß man, um die Unſchuld deſſelben zu beweiſen, die Briefe des Herrn Geheimerath Selbitz an Sie aus⸗ liefert. Was Sie dann damit beginnen, iſt Ihre Sache — aber ich glaube, verbrennen werden Sie ſie nicht. Warten wir ruhig ab, was geſchieht. Das iſt das Beſte, was wir vorläufig thun können.“
Erich nicht nur, ſondern auch Paul ſah ein, daß Meiſter Hellmuth Recht hatte, und ſuchte ſeine Aufre⸗ gung zu bewältigen. Was würde es ihm auch gehol⸗ fen haben, wenn er vielleicht den Geheimerath zur Rede geſtellt, oder ihn öffentlich des Verraths angeklagt
hatte? Der Schelm würde natürlich Alles geläugnet,
jede Beſchuldigung zurückgewieſen und vielleicht ſich ſchwer nnd bitter an dem ſchutzloſen Paul gerächt 3 haben. Nein, das Beſte war und blieb, ruhig auszu⸗
harren und zu erwarten, ob der Nachbarſtaat den*
Bubenſtreich des Geheimeraths unterſtützen würde oder nicht; bis dahin aber keine Andeutung oder Beſchuldi⸗ gung irgend einer Art laut werden zu laſſen.
Erich und Paul führten von nun an ein ſtilles und zurückgezogenes Leben, wie Erich es ſchon immer gewohnt war. Paul kündigte ſeine Wohnung auf und zog mit auf Erichs Stube. Seine koſtbarſten Habſeligkeiten, Uhren, Ringe, Ketten, Tuchnadeln und all dergleichen Pretioſen verkaufte er für ein paar hundert Thaler, die nun ſein ganzes Vermögen aus⸗ machten. Er gab ſie Erich, der ſie lächelnd in ſein Pult einſchloß und den kleinen Schatz wohl aufzube⸗ wahren verſprach.—
„Vor der Hand brauchen wir ihn nicht, da wir an meinem Stipendium genug haben, wenn wir uns
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