ihm meine Reue auszudrücken, ſeine Verzeihung anzu⸗ flehen. Es lag mir jetzt auf einmal nicht das Min⸗ deſte mehr an dem Triumphe, um welchen ich mühſam und mit Anſtrengung ſo manches Jahr gerungen hatte
— nur daran lag beweiſen, daß nur ſeine Freundſchaft, wieder zu erlangen.
mir, Paul zu verſöhnen, ihm zu Uebereilung mich fortgeriſſen habe, oder doch wenigſtens ſeine Achtung
Als ich aufblickte, ſah ich ihn
eben in das Schulgebäude treten. Ich ſtürzte ihm nach, ſuchte ihn überall, in allen Klaſſen, allen Gängen— er war verſchwunden, nirgends zu finden. Ich fragte meine Mitſchüler nach ihm— ſie konnten mir keine Auskunft geben, hatten ihn gar nicht bemerkt, gar nicht geſehen. Ich dachte, er ſei wohl nach Hauſe gegan⸗ gen, und verfolgte ihn auch dahin. Eine neue Täu⸗ ſchung— auch hier traf ich ihn nicht. Mißmuthig kehrte ich nach der Schule zurück. Mein Entſchluß war naturlich gefaßt— ich gab die Arbeit nicht ab,
ſondern brachte eine Direktor genügte. nicht; ich ſagte nur
Entſchuldigung vor, die dem Herrn Pauls Namen erwähnte ich dabei „beſondere Umſtände, die ich ſpäter
erklären würde, verhinderten mich, ſie einzureichen. Dieſen Tag und den folgenden ſah ich Paul nicht. Endlich kam er wieder zur Schule, am Tage, wo die Entſcheidung erfolgte. Ich erhielt den erſten Preis,
zu meiner eigenen von ſelbſt verſtand, während der Herr
mein Name genannt wurde, entfärbte er ſich, biß die Zähne zuſammen, und runzelte die Stirn. Auf mich warf er keinen Blick. Als wir entlaſſen wurden, ſchritt ich raſch auf ihn zu, um ihn über Alles aufzuklären.
Ueberraſchung— Paul, wie ſich den zweiten. Ich beobachtete ihn, Direktor ſeinen Vortrag hielt. Als
—


