—:;:ℳ———
=
—;—᷑—;——
4
gemalt, daß ich dereinſt, wenn du alt biſt und der Pflege bedarfſt, dir ein Ruheplätzchen verſchaffen, und für dich und die Mutter ſorgen könnte in Eurem Al⸗
ter, wie Ihr in Eurer Jugend für mich geſorgt habt
— nun, und da wird mir denn das Herz ſchwer bei dem Gedanken, daß das Alles nur Traͤume ſein ſoll⸗ ten, bloße Luftſchlöſſer, auf lockeren Sand gebaut! Um mich ſelber bangt mir nicht, das kannſt du mir glau⸗ ben, beſter Vater!“
„Hm, habe mir dergleichen wohl gedacht,“ antwor⸗ tete der ehrliche Kanzleiſchreiber, und drückte mit herz⸗ licher Liebe des Sohnes Hand.„Aber weißt du, lie⸗ ber Junge, kümmere dich um dergleichen zukünftige Dinge gar nicht! Unſere Geſchicke müſſen wir Gott anheimſtellen, und du, der du doch ein Geiſtlicher wer⸗ den willſt, ſollteſt nicht vergeſſen den Spruch, Matthäus ſechstes Kapitel, Vers vierunddreißig—“
„Sorget nicht für den anderen Morgen, denn der morgende Tag wird für das Seine ſorgen—“« fiel Erich dem Vater in's Wort.„Ja, Vater, ich wieder⸗ hole es dir, ich war ein Thor! Und nun geh' nur ruhig deines Weges— wenn du zu Mittag heim⸗ kommſt, ſollſt du den gründlichſten Beſcheid uͤber das Stipendium haben!“
Noch einmal drückte Vater Ehrenfried des Jüng⸗ lings Hand, und dann entfernte er ſich mit ruhigen Schritten und einem Lächeln auf den Lippen. Er wußte wohl, daß ſein Sohn Wort halten und den ſchweren Gang zum Herrn Superintendenten endlich antreten würde.
Etwa eine Stunde nach Entfernung des Vaters rraf Erich ſeine Anſtalten, und die Mutter ging ihm
—.,—


