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Wohl hatte er Urſache, ſich ſeines Lebens zu freuen. Er war geworden, was er ſich einſt in jugendlichem Sinne zum Ziele geſetzt hatte, nämlich ein Barjen, ein tüchtiger Mann, der in hoher Achtung ſtand, nicht nur bei ſeinen Leuten und Glaubensgenoſſen, ſondern auch bei den chriſtlichen Leuten, die ſeine ſtrenge Recht⸗ ſchaffenheit im Laufe der Jahre kennen gelernt und er⸗ probt hatten. Der Name Samuel Friedländer hatte ſich einen guten Klang erworben, und redlich war dieſer gute Klang verdient worden durch die Tugenden des Geiſtes und Herzens, welche Samuel vor vielen anderen Menſchen auszeichneten. So ſaßen ſie eines Tages in der Laube, zu der ſie genommen hatten, wie das Geſetz vorſchreibt,„Früchte von ſchönen Bäumen, Palmenzweige und Maien und Bachweiden,“ und waren fröhlich vor dem Herrn, als von außen die Klingel gezogen wurde, zum Zeichen, daß ein Fremder Einlaß begehrte. Eſther, die älteſte Tochter Samuels, lief raſch hin, um zu öffnen, kehrte aber gleich darauf ganz bleich und verwirrt mit der Meldung zurück, es ſei ein abſchreckend ausſehender Mann draußen, mit ſo wildem Bart, daß ſie ſich ent⸗ ſetzt habe und eiligſt fortgeſprungen ſei von ihm. Du biſt ein Maͤdchen, und darum furchtſam,« ſprach der alte Baruch.„Moſes, geh' du hin und führe den Fremden her, daß wir ihm Gaſtfreundſchaft erzeigen.« MNoſes, ein hübſcher Knabe mit offenen Zügen, eilte davon, und es dauerte nicht lange, ſo kehrte er wieder it dem Manne zurück, vor welchem ſich Eſther entſetzt atte. Jetzt, wo er ſelber den Fremden erblickte, wun-⸗ derte der alte Baruch ſich deſſen nicht mehr, denn


