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Schmulche-Leben : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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bin reich genug, um zufrieden ſein zu können. Ge⸗ ſchwind, Schmül⸗ke! Eingepackt, was Ihr mitnehmen wollt! Wir müſſen uns eilen!«

Schmulche ſäumte nicht länger. Hurtig wurden die Kiſtchen mit den Goldſtücken in den Wagen geſchafft, die Flüchtlinge und Romieu ſtiegen ein, und in ſcharfem Trabe ging es vorwärts. Romieu's Uniform öffnete ihnen die Barrièren, und lange bevor der Morgen tagte, befanden ſich Baruch und Schmulche zu Remblay in Sicherheit. Romieu jagte auf ſeinem ſchnellſten Pferde nach Paris zurück. Erſt nach ein paar Tagen kam er wieder, aber mit einem Paſſe nach Deutſchland für den Handelsmann Simon und ſeinen Diener. Dankbar nahm ihn Baruch in Empfang. In der näch⸗ ſten Nacht reiste er mit Schmulche der deutſchen Gränze zu. Sie wurde glücklich erreicht, und auf deutſchem Boden angelangt, umarmte Baruch ſeinen Begleiter mit den Worten:Gerettet, Schmulche⸗Leben! Gerettet mit Hab' und Gut, Boruch Dajin emes(gelobt ſei der gerechte Richter)! Und wem verdanken wir's, Schmulche?

Deiner Brodrinde! Wenn du nicht wäreſt barm⸗

herzig geweſen an jenem geſegneten Tage, was wäre aus dir geworden, und aus ihm, deinem Freunde, und aus mir? Die Brodrinde hat wahrlich Großes gethan an uns Allen durch den Segen Gottes des

Herrn, der geruhet hat auf ihr!«