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Schmulche-Leben : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Aber welcher böſe Engel führt dich hierher, du ſchändlicher Menſch?« rief Baruch.»Wer hat dir ge⸗ ſagt, daß du mich finden wirſt hier in meinem Hauſe?«

Das erräthſt du nicht? Nun, ſo will ich dir's ſagen, erwiederte der Pole.Meinſt du der Ober⸗ Aufſeher würde allein deinem Schmulche trauen, wenn es gilt, zu machen ein Geſchäft? Der Mann iſt zu klug! Ich war auf Wache in der Conciergerie, und da ſchickt' er mich hinter Euch drein, um Euch zu ſehen auf die Finger. Jetzt bin ich da, und draußen ſtehen zwei Balmachom als Wache über mich. Jetzt weißt du Beſcheid, Baruch! Laß hier das Geld, dann magſt du laufen zur Hinterthür hinaus, und ich will nicht fragen, wohin du gelaufen biſt.«

Thu' es, Vater Baruch! flüſterte Schmulche. Laß fahren dahin den ſchnöden Mammon, und rette dein Leben! Ich werde dich nicht verlaſſen, und Gott der Gerechte wird uns helfen, daß wir nicht umkommen vor Hunger!«

Schmulche⸗Leben gibt dir einen guten Rath, alter Tate(Vater)! ſagte Salmon.Befolge ihn, oder morgen fällt dein Haupt unter'm Beil!.

Und du nimmſt mein Geld und machſt dich aus dem Staube! ſchrie der alte Baruch in zornigem Jam⸗ mer.Oh, Schmulche, dir war Alles zugedacht von mir, deinetwegen wollte ich nichts hoͤren von Be⸗ ſtechung zur Flucht, und wollte lieber ſterben auf dem Schaffot, als dich berauben, und nun kommt der Moßerer, und will nehmen die Frucht meiner Arbeit und meiner lebenslänglichen Mühen und Sorgen! Leid's nicht, Schmulche! Wirf den Schuft nieder und binde ihn und laß uns fliehen!? 8