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lief davon, um für den Wagen zu ſorgen. Es dauerte nicht lange, ſo hatte er gefunden, was er ſuchte, ſetzte ſich auf den Kutſcherbock und fuhr vor das Haus Baruchs.
„Warte hier!« befahl er dem Kutſcher.„Du wirſt ein gutes Geſchäft machen dieſe Nacht!“
In das Haus zurückgekehrt, half er Baruch, ſeine Habe vollends einpacken, und ſie waren Beide noch in vollem Eifer damit beſchäftigt, als plötzlich eine wohl⸗ bekannte und verhaßte Stimme ihnen zurief:„Schmah Jiſroel, wünſche Maſel Tow(gut Gluͤck) zum Geſchäft, möͤcht' aber auch ein wenig dabei ſein!«
Wie vom Blitze getroffen, die Wangen bleich, die Augen ſtarr auf den unwillkommenen Gaſt geheftet, ſtand Schmulche da. Baruch rang die Hände und brach in lautes Wehklagen aus.—
„Salmon, der Moßerer, der Poſche Jiſroel!“ ſchrie er auf.„Weh' mir, daß ich ſehen muß noch einmal ſein Angeſicht! Wollt' ich doch, daß du verkümmerteſt, und die Schinne(der Todeskampf) käm' über dich! Was willſt du hier in meinem Hauſe! Geh' zum Gehinnim mit deinem verſchwärzten Angeſicht!«
Höhniſch lachte Salmon, der polniſche Jude, auf. „Was thu' ich mit dem Schmus(Geſchwätz)?“ fragte er.„Du ſollteſt Gott danken, Alter, daß ich es bin, der hier ſteht, und nicht ein Anderer. Ich will nur dein Geld! Ein Anderer würde dein Geld nehmen und dich dazu, um dich wieder einzuſperren in den
Kerker! Mach' keine Umſtände, Baruch! Laß dein Geld hier und lauf', ſo ſchnell du kannſt, dann haſt
du wenigſtens deinen grauen Kopf in Sicherheit ge⸗ bracht!«


