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brennen und die Mauern des Kerkers wie ein Alp auf ihn zu drücken. Endlich verkündigte ein Geräuſch die Ablöſung der Wachen im Gefängniſſe, und nun ſtand er auf und winkte Baruch, ihm zu folgen. Baruch gehorchte, aber der Wacht haltende Unter⸗Aufſeher des Saales ſtellte ſich in den Weg und machte Miene, Schmulche und ſeinem Begleiter den Ausgang zu ver⸗ wehren.
„Geheimer Befehl!« raunte Schmulche ihm zu und hielt ihm den Paſſierſchein vor.
Etwas erſtaunt, aber willig machte der Mann jetzt Platz, und ungehindert verließen die Flüchtlinge den Saal. Auf dem Gange durch die Corridore, über den Hof und zur Ausgangspforte wurden ſie noch mehr⸗ mals angehalten, doch der Paſſierſchein that jedes Mal ſeine Wirkung, und am Ausgange erwartete ſie der Ober⸗Aufſeher ſelbſt, und öffnete ihnen das Thor.
„Beeile dich, Louis,“ flüſterte er ſeinem Vertrauten zu.„»Vor drei Uhr Morgens mußt du jedenfalls zurück ſein!«
Schmulche nickte. Dann trat er mit Baruch in's Freie,— die Pforte des Gefängniſſes ſchloß ſich hinter ihnen,— ſie waren frei!—
„Laß uns Gomel benſchen(Gott für unſere Rettung danken), Schmulche!“ ſagte Baruch, als ſie raſchen Schrittes durch die nächtlichen Straßen von Paris hin⸗ ſchritten.„Der Herr Jehovah, unſer Gott, hat ſich Unſer erbarmet in der elften Stunde, und ihm muß Dank und Anbetung dargebracht werden aus voller Seele!“ 8
„Danke dem Herrn im Stillen,“ erwiederte Schmulche. „Bete auch, daß er uns ferner möge beiſtehen, denn ehe
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