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Schmulche-Leben : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Schritt zurück.Nicht um alles Geld der Welt! rief er aus.Mein Kopf iſt mir lieber, als die Louisd'ors des Juden.

Dein Kopf ſoll nicht in Gefahr kommen, Louis!« erwiederte der Ober⸗Aufſeher.»Ich ſtehe für Alles. Siehſt du, es dauert mich, daß du den Verluſt erleiden ſollſt, und jedenfalls hat der Jude mehr Geld, als er jetzt verrathen will, und ich ſehe nicht ein, warum wir es nicht nehmen ſollten, da er doch einmal ſterben muß. Ich hoffe, Louis, du wirſt nichts dagegen haben, mir auch einen Theil der Beute zukommen zu laſſen!

Oh, nicht doch, Herr! Nicht doch! Aber es iſt zu gefährlich, ſträubte ſich Schmulche.Um Ihnen gefällig zu ſein, würde ich gern auf meinen eigenen Antheil verzichten, aber es läßt ſich nicht thun! Die Gefahr iſt zu groß!«

Ich nehme ſie auf mich! Die ganze Gefahr!« entgegnete der Ober⸗Aufſeher.Du kennſt die Macht nicht, die ich habe. Ich brauche dir nur einen Paſſier⸗ ſchein zu geben, und du kannſt zu jeder Stunde das Gefängniß verlaſſen.

Aber der Jude?« fragte Schmulche.

Der Jude begleitet dich auf meinen Befehl. Du biſt beauftragt, ihn zum Verhöre zu fuhren. Das Re⸗ volutions⸗Tribunal ruhet nicht, es hält auch während der Nacht ſeine Sitzungen. Mein Paſſierſchein oöffnet dir das Thor des Gefängniſſes, und beſeitigt jedes Hinderniß. Du geleiteſt den Juden nach dem Orte, wo er ſein Geld verſteckt hat, und ſobald du den Ort weißt, kehrſt du mit ihm hierher zurück.«

Der Plan iſt gut,« ſagte Schmulche nach kurzem

Schmulche⸗Leben.