H . 4 ihnen an, daß Einer wie der Andere einer Stärkung dringend bedurften; aber ſo oft ſie auch anklopften, und mit flehender Geberde, mit zitternder Stimme ihre beſcheidene Bitte vorbrachten,— ſie wurden immer hart und trocken von der Thür gewieſen, und mußten weiter wandern, immer weiter, die ganze Straße hinauf, bis ſie zu einem größeren, freien Platze gelangten, wo nur ein paar Reihen von Troͤdelbuden mit alten Kleidern, alten Möbeln und ſonſtigem altem Kram den Raum verengten. Sie erreichten Beide faſt zu gleicher Zeit dieſe Ausmündung der engen Straße. Der Eine ging auf dieſer, der Andere auf jener Seite. Als ob ſie ſich verabredet hätten, ſetzten ſich Beide, Jeder auf den Eckſtein an ſeiner Seite, nieder, falteten die Hände in ihrem Schooße und ließen matt, traurig und erſchöpft die Köpfe auf ihre Bruſt niederſinken. So ſaßen ſie mehrere Minuten, ohne daß Einer auf den Anderen geachtet hätte, troſtlos, unbeweglich, ein Bild ſtummer, verzweifelnder Ergebung in ein hartes und unerbittliches Schickſal. 9 mie Mnaben. fanden apgenſcheinlich ein jiemeh gleichem Alter; Jeder v., ht. hafzehn oder
lede hen zerlum efun 1 zse den Kleider; Beide gingen baarfuß ur baarh digene jſahen verhungert, elend, bleich und verkommen mie. So weit glichen ſie einander zum Verwelt, u, oer wenn man ſie nun ein wenig ſchäͤrfer in Auge faßte, ſo fand man in ihrem Aeußeren ſehr bal⸗ weſentliche Verſchiedenheiten. Der Eine von hnen, Hatte hellbraunes Haar und blaue Augen; der de ſchwarzes Haar, wie das Gefieder des Raben, » ſchwarze Augen. In ſ einem Geſichte ſprach ſich


