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Der Schatz des Inka : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Stelle anzudeuten, wo die Aſche der Verſtorbenen ihre Ruheſtätte gefunden habe.

Sie ſind todt! gaben ſie auf alle Fragen zur Antwort.Vergeßt ſie, Sennores, und ſeiet überzeugt, daß ſie das Schickſal, welches ſie ereilte, ſich ſelbſt be⸗ reitet und zugezogen haben. Sie ſind gefallen als Opfer ihrer böſen Begierden und ihrer ſchlechten, verrätheriſchen Handlungen. Genug davon! Unſere Lippen ſind verſiegelt.

Ein Weiteres war von den Indianern nicht zu er⸗ fahren, und weder der Schulmeiſter noch ſein Sohn kehrten zu der Pflanzung zurück, welche als herrenloſes Gut mehr und mehr verwilderte, und in Geſtrüpp und Unkraut erſtickte.

Die Familie Anger betrübte ſich tief über das Ver⸗ ſchwinden der ehemaligen Nachbarn; denn obgleich Nie⸗

mand dieſelben beſonders hoch achten und ſchätzen konnte,

ſo waren es doch immer Freunde und Landsleute ge⸗

weſen, die Einzigen, mit denen man von alten Zeiten vertraulich hatte plaudern können. Mit ihrem Verluſte

erwachte die Sehnſucht nach der Heimath, die uͤberhaupt nie geſchlummert und geruht, mit erneuter Stärke in den Herzen der Ausgewanderten, und manchen ſehn⸗ ſuchtsvollen Blick richteten ſie nach der Himmelsgegend, wo weit, weit hinter dem Meere die Küſte lag und das

Land, wo ihre Sprache geredet wurde, wo die Eichen⸗

wälder rauſchten und die grünen Tannen von den Gipfeln der Hügel herab nickten.

Wer dort ſein könnte! ſeufzte Jeder ſtill im Herzen, und immer ſtärker und mächtiger mit jedem

Tage erwuchs die Sehnſucht nach dem Vaterlande in

den Seelen der Aeltern, wie auch des Sohnes. 8