»Er iſt dahin!« ſagte Anger.„Friede ſeinem Staube! Aber wo ſollen wir nun die Andern finden, die zu ſuchen wir gegangen ſind?«
Ihr werdet ſie niemals finden, Sennor!« ſagte
Juan Santos, ein Verwandter Matteo's, ſehr ernſt. „Gehet heim, Sennor! Fragt nicht und forſchet nicht. Die Lippen, welche das Geheimniß allein enthüllen
öFnnten, ſind für immer verſtegelt. Matteo war ein
gerechter Mann, er hat vergolten nach Verdienſt. Ent⸗ hert Euch! Ihr ſehet, Eure weißen Brüder ſind nicht ier.« „Aber ſie müſſen in der Nähe ſein,“ verſetzte Anger. aund ich werde nicht gehen, ohne wenigſtens einen Verſuch gemacht zu haben, ſie zu finden.“ „So ſucht, Sennor!« antwortete Juan Santos kalt. „Wir hindern Euch nicht.“ Anger und Joſeph durchſtreiften mit dem Hunde mehrere Stunden lang die Hochebene, während die Indianer Anſtalten trafen, Matteo's Ueberreſte zu be⸗ ſtatten. Aber auch mit Hülfe des Hundes fanden ſie keine Spur der Verſchwundenen, welche tief im Schooße der Erde begraben waren. Traurig kehrten ſie endlich mit einbrechender Nacht nach Hauſe zurück, ohne über das hiſut ihrer Landsleute und Nachbarn aufgeklärt zu ſein.“ Erſt drei oder vier Tage ſpäter kamen auch die
andianer wieder von der Hochebene zu ihren Hütten.
Sie beobachteten ein finſteres, unverbrüchliches Schwei⸗ gen über die Vorfälle auf der Hochebene, obgleich ſie ohne Zweifel genau von dem Schickſale des Schulmeiſters und ſeines Sohnes unterrichtet waren. Keine Bitte Joſephs oder ſeines Vaters vermochte ſie, auch nur die


