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gehen zu laſſen. Die Luft in ihm war friſch und rein, woraus ſich ſchließen ließ, daß der Stollen öfters be⸗ nutzt werden mußte, oder wohl gar durch geheime Ka⸗ näle mit der freien Luft außen in Verbindung ſtand. Nach einem Gange von mehreren Minuten erwe terte ſich der Stollen nach oben und beiden Seiten und gleich darauf erreichten die Schätzeſucher eine g.⸗ räumige Höhle, deren Wände an verſchiedenen Stellen den Schimmer ihrer Grubenlichter blitzend und funkelnd zurückwarfen. Der Schulmeiſter und Franz blieben wie geblendet ſtehen. Dann ſtießen Beide zu gleicher Zeit einen Schrei des Entzückens aus, eilten mit ihren Grubenlichtern einer Stelle zu, von der der Glanz am reinſten und ſtärkſten wiederſtrahlte, und ſtanden nun vor einer der reichſten Erzadern, welche, durch das taube Geſtein geſprengt, faſt lauter gediegenes Silber enthielt. „Gefunden!“ ſchrie der Schulmeiſter jauchzend und außer ſich vor Entzücken aus.„Dieſe Adern ſind un⸗ erſchöpflich! Wir ſind reich, wie Koͤnige, Franz! Ein paar kräftige Schläge mit der Spitzhacke, und das Sil⸗ ber fliegt in großen Stücken um uns herum. Auf ſie, Franz! Wir müſſen ſie ſprengen, damit wir unſer Glück mit Händen greifen können!“ Indem er noch ſprach, erhob er auch ſchon ſeine Spitzhacke, und hieb wuͤthend auf das taube Geſein neben der Silber⸗Ader ein, um dieſe letztere bloß zu legen, und um ſo leichter davon abſprengen zu können. Franz ſtellte ſein Grubenlicht auf den Boden, und ver⸗ einigte ſeine Anſtrengungen mit denen des Vaters. Die Hiebe wurden ſo kräftig geführt, daß die Stücke flogen, und nach der Arbeit von einer halben Stunde


