laſſen, und vielleicht erſtreckt ſich des Herrn Segen ſo weit, daß wir, wenn auch erſt in ſpäteren Jahren, in die Heimath zurückkehren und hier unſere letzten Tage beſchließen können. Denke darüber nach, lieber Mann! Auf mich kannſt du zählen; welchen Entſchluß du auch faſſen mögeſt, du wirſt mich immer getreulich an deiner Seite finden!« Der Pächter horchte hoch auf, als ſeine Frau in ſo gefaßter und verſtändiger Weiſe zu ihm ſprach, ſeine ſchlaffen Züge belebten ſich, ſeine müden Augen funkel⸗ ten wieder, und mit warmer Herzlichkeit ergriff er die Hand ſeiner Frau. „Lisbeth,« ſagte er,„haſt du denn vielleicht in meiner Seele leſen können? Siehe eben jetzt dachte ich über denſelben Plan nach, den du mir vorſchlägſt, und ich fürchtete nur, daß er deine Zuſtimmung nicht finden würde. Nun kommſt du mir ſelber zuvor. Ja, du haſt recht, der Zeitpunkt iſt eingetreten, den der Schul⸗ meiſter vorherſah,— wir ſind ſo gut wie vertrieben von Haus und Hof,— im Vaterlande können wir nicht nach unſeren Wünſchen für die Zukunft unſeres Sohnes und unſerer eigenen wirken,— ſo meine ich denn, es ſei an der Zeit, einen andern Schauplatz für unſere Thätigkeit zu ſuchen. Ich werde mit dem Schul⸗ meiſter darüber ſprechen. Noch ſind wir, du und ich, nicht ſo alt, um nicht noch rüſtig ſchaffen und arbeiten zu können, und ich weiß, unſer Joſeph wird uns wacker zur Hand gehen, und ſo gut druͤben über dem Meere, wie hier, ſeine Schuldigkeit thun. Du haſt recht, Lis⸗ beth! Die Zeiten haben ſich verändert, und ſo müſſen auch wir denn im Vertrauen auf Gottes Beiſtand an⸗ dere Wege einſchlagen. Ich gehe zum Schulmeiſter!“
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Der Schatz des Inka : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
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