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Der Schatz des Inka : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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folgte der arme Mann, und ſtand wenige Augenblicke

ſpäter vor dem Baron, welcher ihn mit ſtolzem Blicke

von oben bis unten maß. Sein Geſicht zeigte harte,

abſtoßende Züge, und die Stimme, welche fragte:Wer ſeid Ihr, Mann, und was wollt Ihr? toͤnte nichts weniger als freundlich zum Ohre des Pächters. Den⸗ noch faßte ſich dieſer ein Herz, ſchilderte in wenigen beredten Worten ſein Unglück, und bat um freundliche Nachſicht wegen Zahlung der Pachtgelder. Der Baron runzelte tiefer die Stirn.

»Lauter Spitzbüberei und Lügen,« gab er barſch und rauh zur Antwort.Ich kenne das! Ihr Päch⸗ ter ſucht immer den Gutsherrn zu betrügen. Aber ſo einfältig bin ich nicht, um mich auf ſolche Sachen ein⸗ zulaſſen. Ein für alle Mal hier Euer Beſcheid: Zahlt Ihr den Pachtzins nicht bei Heller und Pfennig am

Verfalltage, ſo werdet Ihr Tags darauf aus der Pach⸗

tung geworfen. Verlaßt Euch darauf, ich mache keine Umſtände. Und damit Gott befohlen!«

Ein Wink nach der Thür begleitete die letzten Worte, aber Pächter Anger in Schrecken und Todesangſt ver⸗ ſtand ihn nicht, ſondern flehte noch einmal mit Thränen in den Augen um Stundung, indem er zugleich ſeine Chrlichkeit und Rechtſchaffenheit betheuerte.

»Ein fuͤr alle Mal, ſchrie der Baron ihn an, »wenn Ihr nicht zahlt, werdet Ihr aus dem Neſte ge⸗

* worfen, und damit Punktum! Ich bin nicht hierher

gekommen, um mir von Euch Spitzuben eine Naſe drehen zu laſſen. Und jetzt packt Euch! Ich habe har zu thun, als Euer heuchleriſches Gewinſel anzu bren. 3

Der Schatz des Inka. 2

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