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zitternd, weinend und wehklagend hing Frau Anger an ihres Mannes Halſe, welcher mit ſtarrem, entſetztem Blicke in das Toben des Unwetters hinaus ſchaute. Bleich und mit gefalteten Händen ſtand Joſeph zur Seite.
Wohl war es ein entſetzliches Schauſpiel, welches die entfeſſelten Gewalten der Natur draußen aufführten. Der Hagel raſſelte in ſchweren Maſſen hernieder, der Sturm brauste und heulte wild um das Haus, das Krachen des Donners miſchte ſich mit dem Rauſchen der lothſchweren Hagelkörner, und Himmel und Erde ſchienen ſich im Wirbel zu drehen. Doch nicht lange dauerte es, ſo war das Verderben und Vernichtung ſchleudernde Gewitter vorüber gezogen und das Licht der Sonne brach wieder glänzend durch die zerriſſenen Wolken. Aber ach, welche traurige, troſtloſe Verwü⸗ ſtung enthüllte ſie den thränenvollen Augen der armen Pächter⸗Familie! Vater, Mutter und Sohn traten hinaus vor das Hofthor, und ſchauten mit bangen Blicken umher.
„Oh, mein Gott, mein Gott!“ ſeufzte die Mutter. „Wir ſind verloren!“ murmelte der Vater mit
zuckendem Munde, und Joſeph weinte laut.
Ach, es war wohl ein Anblick zum Weinen! Meh⸗
rere Zoll hoch, an einzelnen Stellen fußhoch ſogar be⸗ deckten die eiſigen Hagelkörner Wieſen und Feld, die
goldenen Saaten lagen zerknickt, zermalmt, zerſchmettert und in Grund und Boden geſchlagen; jede Ausſicht auf eine fröhliche Aerndte war dahin, und Entbehrun Noth und Elend grinsten der unglücklichen Pächie Familie von den verwüſteten Fluren enngegen


