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Der Schatz des Inka : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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auch uns nicht verlaſſen haben. Laß dir nur keine dummen Dinge vom Schulmeiſter einreden, Mutter. Ich kenne ihn! Wenn er uns gerne mit hinüber haben möchte in das fremde Land, ſo wünſcht er's mehr ſeinet⸗ als unſertwegen. Er allein kann drüben nicht viel aanfangen, denn er müßte doch Landwirthſchaft betreiben, und die verſteht er nicht. Laß dich darum nicht blen⸗ dden mit eitlen Vorſpiegelungen. Wie eine Wolke in

der Nähe nie ſo ſchwarz ausſieht, wie in der Ferne,

A ſo iſt auch das Gluck nie ſo blendend in der Nähe, wie es aus der Ferne erſcheint. Darum laß uns ge⸗ nuügen an dem, was wir haben. Wenn es auch nicht mviel iſt, ſo reicht es doch hin für unſere einfachen Ge⸗ woohnheiten und Bedürfniſſe. Ddie verſtändige Sprache des Pächters blieb nicht Woohne Einwirkung auf ſeine Frau.Ja, ſagte ſie, ich will recht zufrieden und im innerſten Herzen dank⸗ bar ſein, wenn Gott uns nur Alles ſo erhält, wie wir's haben. Ein Weiteres verlang' und wünſch' ich gar nicht, lieber Mann.

Hiermit hatte die Unterhaltung ein Ende. Der Abend ſenkte ſich auf die Erde nieder, Magd und Knecht ka⸗ men von den Wieſen zurück, wo ſie Grummet geſichelt hatten, und die Hausfrau mußte an die Küche denken,

Der Ruf zum Nachteſſen ertönte bald darauf aus dem

Innern des Hauſes, der Pächter warf noch einen zu⸗ friedenen Blick auf die vom rothen Glanze des Him⸗ mels angeglühten Aehrenfelder und begab ſich dann in Stube, um nach alter Väter Sitte den Vorſtitz bei

ſche einzunehmen. Die Nacht dunkelte tief herein, man begab ſich zeitig zur Ruhe, um anderen Tages

und für die Hungernden und Dürſtenden Sorge ſtagen. 8 1