Druckschrift 
Der Schatz des Inka : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
Einzelbild herunterladen

6

ſicher, daß nicht einmal ein neuer Herr Euch ganz und

gar von der Pachtung vertreibt. Wer weiß, was wir

ſchon in den nächſten Tagen erleben? Ich habe Nach⸗ richten aus der Reſidenz; unſer Herr, der alte Graf, liegt ſchwer krank, und wenn er ſterben ſollte, ſo wird ſich hier Manches ändern. Zwar kenne ich den Erben des alten Grafen rr einen ſo guten Pachtherrn, wie dieſen, wert ſo leicht nicht wieder be⸗ kommen. 3

chtig und wahr, ſagte der raf war uns immer ein will nur hoffen, daß es

Bei alledem, wenn wir unſere Schuldigkeit thun, und die Pachtgelder redlich und pünktlich bezahlen, ſo wird

uns auch ein neuer Herr nicht gleich von Haus und

Hof verjagen. Nun, ich will es wünſchen, erwiederte der Schul⸗

meiſter.Was mich anbetrifft, ſo ſtehen jedenfalls die

Sachen noch viel ſchlechter, als bei Euch. Mein Dienſt

ernährt kaum mich ſelbſt, und nun ſoll und muß ich

auch noch für meinen Franz ſorgen. Was ſoll aus

dem Jungen hier zu Lande werden? Das kleine Ver⸗

viel wie nichts, während es drüben in der neueft Welt.

mögen von ſeiner ſeligen Mutter her nützt ihn hier 3

gut angewendet, reichliche Zinſen tragen wird. Und

dann, wer hindert Einen, in die alte Heimath zurück⸗ zukehren, wenn man drüben einen tüchtigen Sack voll Geld erworben hat? Ganz im Ernſt, Nachbar Anger, ich denke wirklich an Auswanderung, und es dünkt mich, es würde auch Euer Schade nicht ſein, wenn Ihr Euch an mich anſchlößet gemeinſame Sache mit