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Der Schatz des Inka : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Rittergut für einen Pappenſtiel haben kann. Nach Amerika iſt's nicht ſo weit, daß man nicht in ein paar Wochen hinüber kommen könnte, und einmal drüben, iſt's ſchon ſo gut, als ob man ein Freiherr wäre. Ja, ja, ſchaut nur auf, Nachbar, es iſt mein völliger Ernſt, und ich habe ſchon ſelber manches Mal darüber

nachgedacht, ob ich nicht den Schulmeiſter an den Nagel

hängen, und mit meinem Franz in die neue Welt aus⸗ wandern ſollte. Es iſt doch ein ganz anderes Leben dort drüben, als bei uns.

Der Pächter ſchüttelte den Kopf.Würde es Euch ſo leicht werden, Euch von dem Boden loszureißen, auf dem Ihr aufgewachſen ſeid, Schulmeiſter?« erwie⸗ derte er auf die Anrede.Ich weiß nicht, aber ich glaube, mir müßt' es das Herz brechen, wenn ich der lieben Heimath, die mir mein tägliches Brod gegeben hat, für immer den Rücken kehren ſollte. Mein Grund⸗ ſatz iſt: Bleibe im Land und nähre dich redlich. Und der meinige lautet: Ubi bene, ibi patria, zu deutſch, wo mir's wohlgefällt, da iſt meine Hei⸗ math! entgegnete der Schulmeiſter mit einem halb ſpöttiſchen Lächeln über die altväteriſchen Anſichten des Pächters.Mein Franz denkt, wie ich, denn er iſt ein vernünftiger Burſche, dem es nicht an Pfiffigkeit und Anſtelligkeit fehlt. Ich möchte nur nicht ganz allei hinuͤber, denn in Geſellſchaft macht ſich eine neue An-

3 ſiedelung in fremden Landen immer leichter und beſſer,

als allein. Was meint Ihr, Nachbar, hättet Ihr nicht auch Luſt zum Auswandern? Ihr und vielleicht noch ein oder der andere Pächter in der Gegend dall erum?* Der Pächter Anger ſah lächelnd ſeine Frau an und fragte:Was meinſt du, Lisbeth? Richtig iſt ſchon,

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