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Hoch im Norden : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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allein ſtand noch aufrecht, denn der Gedanke an ſeinen Vater flößte ihm Energie und Muth ein.

»Es geht nicht mehr,« ſagte Kapitän Becker nach einer Weile des Ausruhens mit ſchwacher Stimme. »Wir müſſen es aufgeben! Ich kann keinen Schritt weiter gehen.«

Hans nickte betrübt, und man ſah es ihm an, daß er ganz derſelben Meinung war.

»Nun denn, ſagte Robert mit feſter Entſchloſſen⸗ heit,bleibt ihr zurück oder kehrt um, ich gehe weiter. Sollen wir den ganzen Winter umſonſt ge⸗ duldet und gelitten haben? Nein, und wenn es mein Leben koſtet, ich will dieſen Berg überſteigen, und die jenſeitigen Buchten durchforſchen.

Vergebens drang Kapitän Becker in ihn, das Un⸗ mögliche nicht erſt noch zu verſuchen. Robert füllte ſeine Taſchen mit Proviant an, hing Büchſe und Jagd⸗ taſche über, und ſteckte ein Beil in ſeinen Gürtel.

»Leben Sie wohl, Kapitän, ſagte er.Lebe wohl, Hans! Wenn ich nicht zurückkehre, ſo betet für mich, und Sie, Kapitän, tröſten Sie meine arme Mutter. Ich will mein Werk vollbringen, oder ſterben!«

Mit dieſen Worten ſchüttelte er ſeinen Begleitern zum Abſchiede die Hände, und drang muthig weiter vorwärts. Der Kapitän und Hans machten, da ſie ihn ſo feſt entſchloſſen ſahen, einen verzweifelten Ver⸗ ſuch, ihm zu folgen, aber ihre Erſchöpfung ließ es nicht zu. Sie mußten den kühnen Jüngling allein gehen laſſen, und konnten nichts weiter thun, als für ihn beten.

Roberts Muth wankte indeſſen keinen Augenblick. Nachdem er noch etwa eine Stunde geſtiegen war, be⸗