Druckschrift 
Hoch im Norden : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
Einzelbild herunterladen

10²

genug, um die Reiſegeſellſchaft auf Monate hinaus vor Hunger zu ſchützen.

Dicht neben dem Depot wurde nun ein Zelt aufge⸗ ſchlagen, welches bei der jetzigen minder ſtrengen Jah⸗ reszeit genügenden Schutz vor der Unbill des Wetters gewährte, und einige Tage verſtattete man ſich, um den von der langen Reiſe denn doch etwas ermüdeten Hun⸗ den eine Friſt zur Erholung zu gönnen; dann aber ließ Robert den Uebrigen keine Ruhe mehr.

»Die Zeit iſt koſtbar, und wir müſſen ſie benutzen, ſagte er zu Kapitän Becker.Jede Stunde, die wir hier unthätig verharren, kann eine Stunde ſchrecklichen Leidens für meinen Vater ſein. Vergönnen Sie we⸗ nigſtens mir, ſeinem Sohne, die Nachforſchungen zu beginnen.«

»Nein, nicht du allein, wir Alle wollen ſie begin⸗ nen, und zwar morgen zu fruͤher Stunde,« entgegnete Kapitän Becker.»Wir werden uns in zwei Partheien theilen, und nach verſchiedenen Richtungen hin die Ge⸗ gend durchſuchen. Jede Parthei wird ſich auf acht Tage mit Lebensmitteln verſehen, und nach dieſer Friſt hierher zurückkehren.

Gut,« ſagte Robert.Ohne Zweifel wird die Parthei, welche in nöordlicher Richtung vordringt, die größten Schwierigkeiten zu überwinden haben. Geſtat⸗ ten Sie mir, Kapitän, dieſe Richtung zu verfolgen. Sie wiſſen wohl, daß ich das Aeußerſte aufbieten werde, um meinen Vater zu finden. Hans wird mich beglei⸗ ten, und wir Beide ſind uns grade genug.

Kapitän Becker machte einige Einwände gegen die⸗ ſen Vorſchlag Roberts, indem er ſich des Verſprechens erinnerte, das er vor der Abreiſe ſeiner Mutter gege⸗