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Hoch im Norden : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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darüber noch ein Paar andere Beinkleider, mit Renn⸗ thierſehnen genäht.

Ein jackenartiger, kurzer Rock von Seehundsfell, mit Rennthierpelz gefüttert, und mit einer Kapuze ver⸗ ſehen, die man uͤber den Kopf ſtülpen konnte, ſchuͤtzte den Leib, und den Kopf bedeckte ein dicker Ring von Wolfsfell, welcher den Scheitel frei ließ, aber Stirn und Ohren vortrefflich vor der Kälte bewahrte. Pelz⸗ mützen würden nicht die gleichen Dienſte geleiſtet haben, da ſie ſtets voll von gefrorenem Waſſer gefunden wur⸗ den, ſo oft man die Mütze abnahm. Bei ſehr kaltem Wetter ſchlug man die Kaputze in die Höhe; wurde es noch kälter und vielleicht windig dabei, ſo hatten die Leute eine elaſtiſche, ſeidene Nachtmütze, die an eine Maske von Wolfsfell genäht war, welche ſie dann über Kopf und Geſicht ziehen konnten.

Dies war der gewoͤhnliche Anzug, der nur bei etwas wärmerer, oder ungewöhnlich kalter Witterung ein wenig verändert wurde. Im erſteren Falle trug man tuchene, ſtatt der Pelzbeinkleider, und im letzteren noch ein Paar dicke, wollene Ueberſtrümpfe, die faſt bis an die Hüften hinauf gingen, nebſt einer langen Schärpe um die Hüften, welche Schutz beim Gehen gewährte, und die Kälte nicht in die Taſchen eindrin⸗ gen ließ.

Man bedurfte in der That einer ſo warmen Be⸗ kleidung, beſonders wenn ſich die Leute bei den regel⸗ mäßigen, täglichen Spaziergängen oder anderen Be⸗ ſchäftigungen der freien Luft ausſetzen mußten. Wenn ſie die Kajüte verließen, ſo gebot es ihnen die Vorſicht, in den erſten paar Minuten den Mund nicht zu öffnen, und die Luft nur durch die Naſenlöcher einzuathmen.