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Hoch im Norden : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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von der Bäͤrin abzuziehen, aber in der Hitze des Kam⸗ pfes hörten ſie nicht auf ſeine Stimme.

Die dummen Thiere!« ſagte er ärgerlich.Man kann nicht ſicher auf die Bärin ſchießen, wenn ſie wie Kobolde um ſie herum ſpringen. Und doch muß es geſchehen, ſonſt ſchlägt die Beſtie doch noch Einen oder den Anderen zu ſchanden. Es muß geſchehen, auf die Gefahr hin, daß ich Eins von den albernen Thieren verwunde. Wir können in unſerer Lage keinen von den Hunden entbehren.

Hans erhob das Gewehr, zielte mit größter Sorg⸗ falt, und nahm einen günſtigen Moment wahr, um abzudrücken. Die Bärin ſtiktz eine Art wilden Krei⸗ ſchens aus, und ſank dann, wie vom Blitze getroffen, zu Boden. Hans hatte ſie mitten durch den Kopf ge⸗ ſchoſſen, ohne einen von den Hunden zu verletzen. Dieſe riſſen nun auch das Junge zu Boden, und machten ihm ſchnell den Garaus.

Nach beendigtem Kampfe kamen noch einige von den Matroſen herzu, und halfen der Bärin das Fell ab⸗ ziehen und ſie zerſtückeln. Das Fleiſch war eine er⸗ wünſchte Zugabe zum Futter für die Hunde; und der kleine junge Bär lieferte einen köſtlichen Braten für die Mannſchaft, welche ſich denſelben vortrefflich munden ließ. Erſt gegen Mittag konnte die Reiſe weiter nach Norden fortgeſetzt werden.

Je weiter man kam, deſto durchdringender wurde die Kälte, aber Alle trotzten ihr ſtandhaft, und waren feſt entſchloſſen, ſo weit als irgend moͤglich vorzudringen. Zwei Proviant⸗Niederlagen hatte man bereits in der gehoͤrigen Entfernung von einander und vom Lager an⸗ gelegt, und es blieben nur noch die Vorräthe für das