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Hoch im Norden : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Boden⸗Beſchaffenheit ihrem raſchen Laufe weſentliche Hinderniſſe entgegenſetzte. Ihre Eile verminderte ſich mehr und mehr, ihr Schritt wurde langſamer, und end⸗ lich, als ihr Junges vor Müdigkeit nicht mehr weiter konnte, mußte ſie ſtehen bleiben. Im Nu war ſie wie⸗ der von den Hunden umringt, und Robert und Hans beeilten ſich, an Ort und Stelle zu kommen.

Sie ſahen einen verzweifelten Kampf. Die alte Bärin wich nur ſchrittweiſe zurück, und verlor nie ihr Junges aus dem Auge. Wenn die Hunde ihr zu nahe kamen, ſetzte ſie ſich aufrecht, nahm das Junge zwiſchen die Hinterbeine, ſchlug mit den Vordertatzen nach den Hunden, und brüllte ſo laut, daß man ſie eine halbe Stunde weit im Umkreiſe hören konnte. In ihrer Wuth ſchnappte ſie mit ihren glänzenden Zähnen nach dem Hunde, der ihr gerade am näͤchſten war, und fuhr mit ihren Pranken im Kreiſe durch die Luft, faſt wie die Flügel einer Windmühle. Schlug ſie fehl, ſo brüllte ſie in erbitterter Wuth, da ſie nicht wagen durfte, einen Hund zu verfolgen, weil dann die Anderen über das Junge hergefallen wären. So ging ſie denn, immer mit den Tatzen um ſich ſchlagend, zuweilen auf die Hunde zufahrend, und ſtets ihnen die Stirne bietend, langſam weiter, und grinste ihre bellenden Angreifer mit weit aufgeriſſenem Rachen an.

Als Robert und Hans nach einem ziemlich anſtren⸗ genden Laufe die Kämpfenden erreichten, hatte das Junge wahrſcheinlich etwas ausgeruhet, denn es konnte wieder mit der Mutter im ſchnellſten Gange Schritt halten. Die Hunde ließen aber nicht von dieſer ab, ſondern ſprangen beſtändig um ſie herum, und umſchwärmten ſie wie Bremſen. Hans rief ſie mit Nlamen, um ſie