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Hoch im Norden : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Hoffnung Raum gab, und er verließ ſie weit ruhiger, als da er gekommen war. Alle faßten ſich in Ergebung und Geduld, und erſehnten mit Schmerzen die mildere Jahreszeit.

Der Sommer kam denn auch, freilich ſehr langſam und zögernd für die heiße Ungeduld der Harrenden, aber er kam doch. Wieder liefen die Schiffe aus auf den Walfiſchfang, und wieder begannen Kapitän Becker und Robert ihre täglichen Wanderungen nach dem Ha⸗ fen, um der Ankunft der Ellenor entgegen zu ſchauen, oder Erkundigungen über ſie einzuholen. Aber der Som⸗ mer verging, die Tage wurden wieder kürzer, die Schiffe kehrten zuruͤck, der erſte Schnee fiel, und weder erſchien die Ellenor, noch wußte irgend Jemand Beſcheid über ſie zu geben. Die arme Miſtreß Griffin gab wieder jede Hoffnung auf, verzweifelte faſt, und beweinte ihren Gatten als einen Todten. Kapitän Becker hatte große Mühe, ſie nur einigermaßen aufrecht zu erhalten, und erſchöpfte ſich in Muthmaßungen, die der gebeugten Frau zum Troſte dienen konnten.

Ich gebe zu, ſagte er eines Tages zu ihr, als gerade die Winterſtuͤrme draußen heftig brausten und tobten, und klirrend an den Fenſtern rüttelten, hich gebe zu, daß wir Urſache haben, nicht allzu feſte und ſichere Hoffnungen zu hegen, jetzt, da der zweite Som⸗ mer verſtrichen iſt, ohne unſeren Freund wieder zu bringen. Aber nimmermehr werde ich zugeben, daß wir alle und jede Hoffnung verlieren. Es ſind unzählige Möglichkeiten da, welche die Rückkehr des Kapitäns haben hindern können. Vielleicht iſt der Sommer nicht warm genug geweſen, um das Eis zu ſchmelzen, in dem die Ellenor eingefroren liegt. Vielleicht hat Kapitän

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